Vorwort

zur Sammlung  meiner kurzen Erzählungen:

„Geschichten zwischen dieser Welt und dieser“

Welt ist von Welt nicht mal einen Schritt entfernt, ein Frösteln vielleicht oder ein Lächeln, je nachdem. Alles, was ich sagen kann und will ist: ich weiß nichts und, eine Geschichte, die sich nicht selbst – als erstem dem Schreiber – erzählt, taugt nichts.

Inspiriert fühle ich mich von Edgar Alan Poe, Bram Stoker, Marry Shelly, Stephen King… aber auch von Franz Kafka, von der Haltung, der Stimmung, der klaren Fantasie, mit der Gegenwart, Diesseits, Kommendes, Jenseits oder Wirklichkeiten dazwischen verwoben werden…alles, was gedacht werden kann: ist… oder kann sein!

DerAnfang kann gesetzt sein mit einem Namen, der sich findet und der mir nichts sagt, oder mit einem ersten, belanglosen Satz, der dann dasteht. Nach diesen ersten „Steinen“ finden sich magisch die nächsten, werden zu Sätzen und so weiter, und so weiter. Ich lasse die Geschichte fließen. Ich baue kein Gerüst auf, bevor ich mit dem Schreiben beginne, ich habe keinen Plan, keine Vorstellung, was ich erzählen werde, denn ich weiß es ja nicht. Da ist keine Struktur, die ich vorgebe und: ich recherchiere nicht! Warum denn und wozu? Was nicht in mir ist, mich bewegt hat, hat nicht mein Herz berührt, nicht meine Seele beschäftigt… entweder du lebst als Künstler oder du arbeitest als Rechercheur. Recherche ist notwendig für den, der Sachbücher, Reiseführer, Gourmetfibeln schreibt. Recherche ist auch unabdingbarer Gegenstand vieler Berufe: Polizist, Journalist,Mediziner, um nur einige zu nennen. Aber, um Geschichten zu erzählen, Gedichte entstehen zu lassen…?

Ich selbst liebe Geschichten, die sich in mir weiter spinnen, mir Fragen stellen durch gefühltes Nachvollziehen möglichen Antworten auf die Spur kommen… Dabei ist es völlig unerheblich, ob es benannte Orte, Menschen, Phänomene in der Realität gibt, ob z.B. ein erdachter, ermittelnder Polizist, sich tatsächlich in dem vorgegebenen Regelwerk bewegt oder nicht. Die Frage, wieso ers tut oder nicht, ist allenthalben spannender als das überzuckerte Lutschbonbon einer imDetail korrekten aber insgesamt dann doch langweiligen Geschichte. Der scheinbare Nachweis über recherchierte Zusammenhänge, sich in einer Materie auszukennen, die der Schreiber selbst nicht erlebt, durchlebt, beobachtet, miterlebt hat, ist der verzweifelte Versuch eine Lüge wahr zu reden… wie peinlich.