04 Für die Blöden

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„Ich werd´ d´rüber nachdenkna!“, versprach Krainer, stand auf, winkte die Kellnerin zu sich und bezahlte seine Zeche. Sie dankte für das Trinkgeld und konnte das tun, ohne für die Gabe einen Klaps auf den Po hinnehmen zu müssen. Es gab nicht viele im Ort, die den Krainer mochten. Die meisten waren froh, wenn sie ihm nicht begegneten, denn er hatte etwas an sich, dass Abstand schuf. Unfreundlich war er nicht und in den Geschäften wurde er als jemand geschätzt, der sofort oder termingerecht auf den Tag seine Rechnungen bezahlte, nie mit ungerechtfertigten Reklamationen daher kam, fordernd oder gar anmaßend auftrat. Da war halt etwas, das sich nicht einfach in Worte fassenließ.

„Wir verlassen uns drauf, Krainer!“, riefen ihm die beiden Männer, mit denen er zusammengesessen hatte, hinterher. Er hob den Arm und verließ den „Ochsen“. Die Männer rückten ihre Köpfe zusammen und redeten noch eine Weile nachdrücklich aufeinander ein. Worum es ging, blieb den anderen Gästen verschlossen, doch die beiden waren bekannt. Wenn die zusammen gesehen wurden, konnte es in erster Linie nur um Geschäfte gehen. Alois Grantl, Seniorchef der Gruber-Bau KG. und Hubert Lechner, Bürgermeister der Gemeinde waren ein politisch, wie geschäftlich eingespieltes Team, was sich immer noch vorteilhaftfür den Ort ausgewirkt und der Opposition selbst das kleinste Wasser abgegraben hatte.

„Wos die heit wui wieda ausheckna.“, meinte Angelika zu ihrem Schwiegervater, der sich hinter der Theke Enzian in einAchterl-Weinglas einschenkte.

„EinenSchmarrn! Kaschperltheater fir die Bleden is des. Waun dej wos vonWert z´beredna houm, daun tan sie´s an am Urt, woar es neamand iabareißna kaun.“

„Obada Krainer is gwiß net, wegna goanix vom Berg kimma!“, wandte sie ein.

„Der ist gekommen, weil er sowieso grad was im Ort zu erledigen hat. Jetzt machen sich alle wieder einen Kopf: „Der Lechner, der Grantl, derKrainer…“ Wahrscheinlich ist es genau das, was sie erreichen wollen. Wirklich interessant ist doch nur: wieso ein Kaschperltheater grad jetzt?“

Daswar Angelika zu hoch. Verstanden hatte sie: „Kaschperltheater für die Bleden.“

DieWochen waren ins Land gegangen, ohne dass in der Gemeinde oder der Umgebung etwas Spektakuläres geschehen wäre. Dass Lechner, Grantl und Krainer im Ochsen zusammengehockt hatten, schien keine Bedeutung gehabt zu haben und war vergessen, bis Angelika im Lokalteil der Tageszeitung las, dass die Gruber-Bau KG den Auftrag für den Neubau des vieldiskutierten Sporthotels oberhalb der Kremm erhalten habe.Sie schüttelte nur den Kopf. Irgendwie kam der Grantl immer wieder an die richtigen Leute. Das war keine Neuigkeit. Überraschend war ein unscheinbarer Beitrag im überregionalen Teil: „Für den, aus Altersgründen ausscheidenden Abgeordneten des Landtages, Herrn Dr.Valentin Burger, wurde Hubert Lechner, Bürgermeister der Gemeinde Hofarting seitens der Landesregierung und des Vorstands der sie tragenden Mehrheitspartei bestimmt.“

„Waas scho´!“, kam Schorsch ihr zuvor, als sie mit der Zeitung zu ihm stürmte. In aller Ruhe tunkte er ein Butterkipferl in denMilchkaffee und aß es schmatzend mit sichtlichem Genuss. “Ja, und, sagst dazu? Mir wird der Lechner langsam unheimlich.“ Ihr Schwiegervater nickte nachdenklich. „Ka´ scho´ sei, doß´t recht host.“, war alles was er sich entlocken ließ. Er leerte die Tasse, griff seinen Janker und verließ den Ochsen. „Sog´da Muatta, doss i vorm Ob´nd net ham kim. I hob wos in Gerberding z´tua.“

Auf der außerordentlichen Sitzung des Gemeinderats ging es bis weit in den Abend hoch her. Die Ratsmitglieder kochten, hatten sie die Neuigkeit aus der Presse und nicht von ihrem Bürgermeister persönlich erfahren. Lechner saß auch diesen Sturm aus, der ihn eigentlich kaum noch berührte, und konnte sicher sein, dass seine lieben Parteifreunde und die Oppositionsspitze allein mit der Frage seiner Nachfolge im Amt des Bürgermeisters beschäftigt sein und denKopf voll haben würden. Währenddessen hockte Alois Grantl im großen Konferenzraum des Firmengebäudes über einem Satz Plänen, die ihm erst am Nachmittag per Kurier zugestellt worden waren. Was er sah, gefiel ihm ganz und gar nicht, und das verschlüsselte Protokoll auf dem beigefügten Datenstick schien Wort für Wort der Versuch zu sein, ihn in die Knie zu zwingen. Das gesamte großartige Projekt war mit rotem Marker auf einen lächerlichen Rest zusammengestrichen, den zu realisieren nicht den geringsten Wert hatte. Die bereitsgetätigten Investitionen waren damit in den Wind geschrieben, verloren und absehbar der Auftakt für eine Prozesslawine, die ihn nackt, arm, mittellos und ohne Perspektive ausspucken würde.

„… stellen wir fest, dass die, Ihrerseits vertraglich zugesicherten, unabdingbaren Grundvoraussetzungen zur erfolgreichen vollständigen Umsetzung dieses Projektes, wie erläutert, gegenstandslos sind, wie wir bedauernd von dritter Seite unstrittig dargelegt bekamen. Investitionen in ein Restprojekt lassen keine, auch nur annähernd unseren Erwartungen entsprechende Prosperität erkennen.“

„Bist Du irre?“ Hubert Lechner hatte zuerst angenommen, dass Grantl ihn auf ein Eis führen wolle, um sich wieder einmal einen Weg zu eröffnen oder ihm einen Vorteil, hart am Rande der Legalität abzuluchsen. Was er jetzt aber erfuhr und mit Dokumenten belegtbekam, legte sich ihm wie ein Strick um den Hals. Grantl, daran zweifelte er keine Sekunde, würde ihn mit in den Abgrund reißen, sollte er – und auch daran konnte kein Zweifel bestehen – mitsamt seinem Unternehmen untergehen. Die Investoren gehörten nicht zu der Kategorie, die mit sich handeln läßt, wenn sie es nicht unausweichlich tun muß. Grantl´s Vorschlag er solle eidlich eine mit Krainer getroffene Vereinbarung bezeugen, hatte ihn einen ersten Blick in den Abgrund werfen lassen.

„Glaubst Du wirklich, dass die etwas drauf geben? Die haben Geld verloren, jetzt schon, und wir wissen nicht einmal, um wieviel es tatsächlich für sie geht. Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass sie längst Anteile verkauft haben, für die sie einstehen müssen und, denk an die Reputation, die sie verlieren und damit Geschäfte, die somit nicht zustande kommen! Selbst, wenn die uns ausziehen bis auf dieKnochen, werden sie Verlust machen und mir fällt nicht ein, was wir anbieten könnten, um danach nicht einem Unglück zu erliegen.“

„MeinLieber, wenn ich mir den erfolgreichen Verlauf Deiner Karriere so anschaue, sehe ich durchaus harte Möglichkeiten Kompensation anzubieten!“

Grantlwollte ihn nicht auf ein Eis führen, er begann hemmungslos ihm das existenzielle Grab auszuheben.

„Krainer hat uns da reingeritten!“, brachte Grantl auf den Tisch. „Ich denke, dass wir ihm das klar machen müssen! Er allein kann alles geraderücken und am Ende wäre es doch gelacht, wenn nach Abzug aller Forderungen nicht auch für uns noch ein Schnitt zu machen wäre!“

„Du bist tatsächlich irre!“ Lechner wischte sich den kalten Schweiß aus dem Gesicht. „Das ist für Dich ja alles wohl nur ein Klacks, was?“

„Ja, und? Wieso nicht? Ich bin Optimist! Wenn wir schon das große Arschflattern haben, glaubst Du Krainer sei immun? Der ist auch nur ein Mensch und darum wird er eine vernünftige Alternative erkennen und ihr zustimmen.“ Grantl wirkte tatsächlich überzeugt von seinen eigenen Überlegungen.

„Ja, und wie bitte glaubst Du, den Krainer überzeugen zu können?“

„Na, damit vielleicht!“

Lechnerwollte das Herz stehen bleiben, als er plötzlich in den Lauf einer Pistole blickte, die Grantl, wer weiß woher, hervorgezaubert hatte.Der grinste und fuhr ernst fort: “Dieses Ding ist nur dafür, ihn davon zu überzeugen, uns zuzuhören und nachzudenken. Ich möchte eine vernünftige Regelung, zum Beispiel seine Unterschrift unter denVertrag, den ich schon mal für ihn vorbereitet hatte und eine unter eine Erklärung, die ich ihm vorlegen werde. Will er nicht vernünftig sein, mein Lieber, dann habe ich kein Problem damit, ihn unmittelbarer zu überzeugen!“ Lechner fühlte aufsteigende Übelkeit.

„Was meinst Du mit „unmittelbarer“ überzeugen?“, fasste Lechner nach. Grantl steckte die Pistole weg und entgegnete: „Wieso willst Du das wissen, mein Lieber? Du schläfst doch eh schon schlecht!“

„Ich will´s wissen, weil Du ja bereits verfügt hast, dass ich dabei sein soll, wenn Du ihn überzeugen möchtest.“

„Tja,mein lieber Hubert, Partnerschaft heißt eben nicht, dass der Partner schafft! Kannst Du mir folgen? Aber okay: ich hatte die Gelegenheit, erfolgreiche Überzeugungsarbeit vor Jahren in Mexico erleben zu dürfen. Du kannst Dir gar nicht vorstellen, wie nachhaltig überzeugend es selbst für wahre Helden und Sturköpfe ist, Beine oder Arme mit Benzin in Fackeln verwandelt zu bekommen… – um Himmels Willen, Hubert, kotz mir nicht den Teppich voll! – Glaub mir,bevor ich abserviert werde, serviere ich selber ab! Er hat uns zugesagt, nachzudenken, nicht, uns Knüppel zwischen die Beine zu werfen und uns zu verarschen! Wieso ist er nicht einfach gekommen um offen zu sagen, was Sache ist?“

„Wiewar es in Gerberding?“, wollte Angelika anderntags von ihrem Schwiegervater wissen.

„Wieso bist´n Du so neigrig?“, entgegnete der.

„Vielleicht, weil i´s immer bin?“, kam es heraus.

Erlachte auf, als habe sie einen guten Witz gemacht und schlug sich lachend aufs Bein. „Des war amal a rechte Antwort!“, lobte er und sie blickte ihn fragend an. „Guat wors, recht hab i g´habt und agut´s Göld verdient, weil i dem Orsch von Berater bei der Bank vora Zeit net g´laubt hob, sondern meiner Nos´n, wira i´s immer tua!“

Angelikahätte gern mehr erfahren, zumal es sich sehr spannend anhörte, doch die Mitteilungsfreudigkeit des Schwiegerpapa´s war schon wieder erschöpft.

Amspäten Samstagnachmittag fuhr ein alter, zerbeulter Landrover mititalienischen Nummernschildern die schmale Gebirgsstrasse hinauf und erreichte schließlich die vernachlässigte Holzhütte aus grauen, teilweise schon morschen Balken, in der der Krainer laut Gemeindeunterlagen  wohnte. Das Dach konnte unmöglich noch dicht sein, die Fenster waren stumpf und an einem waren die Laden bereits von den verrosteten Angeln gebrochen,lagen auf dem festgestampften Boden und den mit Moos bewachsenen Steinen.

„Herrallmächtiger!“,brachte Lechner heraus. „Wie haust der denn? Ich war zuletzt als Bub hier oben. Der hat ja alles verkommen lassen.“

Grantl beschlich ein mulmiges Gefühl. Als sie den Wagen verließen und auf die Tür der Hütte zugingen, entdeckten sie einen alten japanischen Kleinwagen mit Rosenheimer Nummernschild und blickten sich an. Sie hatten nicht erwartet, dass Krainer Besuch haben könnte. Wer war das und was hatte das zu bedeuten? Es war nicht mehr zu ändern, dass jemand von ihrem Besuch hier erfuhr. Direkt umzukehren, müsste eigenartig wirken. Ein junger Mann öffnete auf ihr Klopfen und Rufen die Tür und fragte, was er tun könne.

Sie stellten sich als Hubert und Alois vor und sagten, dass sie den Xaver Krainer zu sprechen beabsichtigten. Der junge Mann sah sie offen an, fragte, worum es denn ging und schien nicht die Absicht zu haben, sie hinein zu bitten. Grantl entgegnete verbindlich, dass sie beabsichtigten, dies nur mit Herrn Krainer persönlich besprechen zu wollen, und ob er ihn bitte verständigen könne. Der junge Mann blickte ihnen erneut direkt in die Augen und schien aus unerfindlichem Grund belustigt zu sein. Schließlich sagte er: „Würde ich gern, nur wird mir das nicht möglich sein.“ Es klang amüsiert, aber ehrlich. „Sie sind nicht von hier?“, stellte er mit Blickauf das Nummernschild des Rovers fest. „Nun, der letzte Krainer, der hier lebte, ist vor etwa fünfundzwanzig Jahren verstorben. Keine Ahnung, ob es der ist, den Sie meinen. Hört sich eher an, als ob sich hier jemand aufgehalten hat, der sich als mein Urgroßvater ausgegeben hat. Ich bin auch nur hier, weil da Leute wie Sie bei meiner Großmutter aufgetaucht sind und sich für ihren Vater und seinen Grundbesitz hier interessierten, sich in einer geschäftlichen Angelegenheit auf ihn bezogen. Meine Familie ist neugierig zu erfahren, was eigentlich los ist. Wer auch immer hier gewesen sein mag, er war nicht da, als ich ankam, und er scheint auch nicht im Haus gewohnt zu haben, was dessen Zustand, wie unschwer zu sehen, schon seit einiger Zeit nicht zugelassen haben dürfte. Wenn es Ihnen auch um den Grundbesitz geht: Uropa hat in seinem Testament, notariell und gerichtlich beglaubigt festgelegt und zur Bedingung gemacht, dass alles unveräußerlich im Besitz der Familie in gerader Linie zu verbleiben hat. Die Erbschaftssteuer ist ein Problem, aber solang dieFamilie über die Runden kommt, wird auch der Staat seine Finger nicht drauf legen.“

„Wirhaben aber doch vor gar nicht so langer Zeit noch mit Herrn Xaver Krainer gesprochen und…“, gab Lechner völlig verwirrt von sich. Der junge Mann sah ihn verständnisvoll an.

„Nun, ich empfehle Ihnen, die Polizei zu verständigen, sollte Ihnen dieser „Krainer“ irgendwelche geschäftlich verbindlichen Zusagen gemacht haben, wie nach den Äußerungen der Leute zu befürchten ist, die Großmutter aufgesucht haben. Die einzig logische Erklärung kann nur sein, dass da ein Hochstapler unterwegs ist.“

Am ersten November des folgenden Jahres wurde Alois Grantl erhängt in seinem schönen Bauernhaus am See aufgefunden. Es hieß er habe sich hoffnungslos verspekuliert und ruiniert. Nur einen Tag später lag Hubert Lechner, der im Strudel der Enthüllungen um die Insolvenz und Verstrickungen der Gruber-Bau KG und deren Seniorchefs ebenfalls ins Zwilicht geraten war, erschossen in seiner Wohnung nahe des Landesparlaments. Offensichtlich hatte er mit einer Pistole, die auf Alois Grantl zugelassen war, seinem Leben ein Ende gemacht, wohl, um sich dem, sich abzeichnenden Skandal um seine Person, dem Verlust seiner Ämter und weiterer Demütigungen zu entziehen. Seine Sekretärin hatte bei ihrer Befragung im Zuge der Ermittlungen zu seinen Tod einen ominösen vorangegangenen Anruf zu Protokollgebracht, über dessen Inhalt sie nur berichten konnte, dass Lechner ihn mit den Worten:“Ich lasse mich nicht erpressen!“abrupt beendet hatte und sich nicht dazu geäussert habe. Ihre Aussage wurde dahingehend bewertet, dass die loyale Kraft, der ein Verhältnis mit ihrem Chef nachgesagt wurde, ihn postmortem habe entlasten wollen. Unberücksichtigt blieb die Tatsache, dass es zu dem von ihr angegebenen Zeitraum einen Anruf aus dem Ausland auf sein Handy gegeben hatte, der sich aber nicht zuordnen ließ.

„Grüßgott, Krainer!“ begrüßte der Wirt des Ochsen den Eintretenden, der sich sogleich zu seinem Stammplatz begab und mit Heben des Arms und einem erschöpften Lächeln, den freundlichen Empfang beantwortete.

„Geht´s da net guat?“, fragte der Wirt besorgt, des abgespannten Aussehens des Gastes wegen. Der hatte ja nie wie das strahlende Leben ausgeschaut, aber heute schien es schon schlecht um ihn zu stehen.

„Meijo, Schorsch,´s geht scho´. I werd nur d´ Hitt´n aufge´m und mi´z Ruah setz´na.“, kam die Antwort, kaum verstehbar, seltsam hohl und kraftlos schleppend.

Der Wirt war nun ernst besorgt. „Woa geht’s´n hie, Xaver?“

Derzuckte mit den Schultern, antwortete nach einer Pause mit müdem Lächeln: „Mei Kloane hot mi gruf´na. Woast jo wira des is, waun a Kloans di braucht.“

Erseufzte und fuhr fort: „Kumma bin i, um di z´froaga, wos i Dir schuidig bin. I mecht´s heit gern zoi´n.“

„Geh, he´ar auf, Xaver! Nix host z´an zo´in´a. Ho´st do imma glei zoi´lt!“

Das war der Krainer! Schorsch fühlte sich beklommen. Xaver war da und dabei doch schon irgendwie weit fort.

„Vergelt´s Gott, Schorsch! Bist a gu´ada Mensch! Pf´ia´ti, ´si´s Zeit.“

Als das Telefon schellte, nahm er ab. Es war niemand dran. Als er sich wieder Xaver zuwandte, war der bereits fort, verschwunden. Weder hatte Schorsch die Tür gehört, noch bewegte die sich. Einen Moment lang wollte er Xaver nachlaufen, um sich richtig von ihm zuverabschieden, aber er tat es nicht, weiss der Schinder warum.

„Komischer Kerl!“, dachte er. „Wirst mir fehlen!“

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hpkluge

Geboren Anfang der 1950iger Jahre, Volksschule, Realschule, konfessionelles Gymnasium, Studium englische Sprache, Literatur, Amerikanistik, Kunst. Abbruch des Studiums nach Auseinandersetzung mit Kunstdozenten und der Weigerung, sich für den Vorwurf dessen ständiger Abwesenheit und Nichterbringung seiner Aufgabe als Lehrender zu entschuldigen. Erste Gedichte, Kurzgeschichten und Liederexte, Songtexte für Solovorträge oder als Sänger einer Hardrockformation. Beteiligung an Gemeinschaftsausstellungen und Einzelausstellungen. Mitbegründer der Essener Künstlergruppe Stadtgas. Anstellung als Krankenpflegehelfer in der Psychiatrie des LVR in Essen. Heirat, Familiengründung. Wechsel in den Vertrieb, Projektmanager für Verwaltungseinrichtung und Innenausbau. Vertriebsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung, Prokura, eines mittelständischen Herstellers. Selbstständiger Berater innerhalb der Branche und Personaltraining für Beratung, Verkauf und Dienstleistung in der Gesundheitsbranche. immer wieder sporadisch oder durchgängig künstlerisch tätig u.a. Mitglied einer Künstlergruppe in Westfalen. Nach einer Serie lebensbedrohlicher Erkrankungen Ausstieg aus dem Berufsleben und Rückbesinnung auf den Beginn und die brachliegenden, liegengelassenen Talente. Seit nunmehr etwa drei Jahren Arbeit an kurzen Kurzgeschichten "shortcutstories" ©, Prosagedichten (Poemen) und lyrischen Arbeiten in deutscher und englischer Sprache.

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