16 Toaster

© hpkluge 2018

Das Appartement war, zugegeben, winzig, aber was braucht ein alter Mann, der alleine ist, mehr als ein Bett, einen Tisch, einen Stuhl, einen Schrank, Kühlschrank, eine Herdplatte, ein Waschbecken, eine Dusche, eine Waschmaschine? Ein Fernsehgerät und ein Radio, wofür? Ein Telefon?

Elsa hatte die Kinder. Meike und Martin hatten sie bei sich aufgenommen. Das war gut so und sie kümmerte sich um die beiden Enkel, entlastete Meike im Haushalt.

Mit mir wollten sie nichts mehr zu tun haben, mit mir, dem erzkonservativen, peinlichen alten, ewiggestrigen, provokant sturen Betonschädel und was sie sich sonst noch hatten einfallen lassen. Als sie mir das alles vorwarfen, begann ich zu sterben. Sie bemerkten es nicht. Ein Betonschädel ist ja unempfindlich gegen alles! Ich erhob mich, nickte, verließ Meike´s und Martin´s Wohnung. Elsa versuchte mich aufzuhalten, beschwor mich, ich solle doch zur Vernunft kommen; zu welcher, zu wessen Vernunft? Sie hatte nicht verstanden, dass ich aufgehört hatte, zu sein, was ich bis vor einer guten Viertelstunde noch gewesen war.

„Die fragen sich doch alle inzwischen, was mit Dir los ist, ob Du nicht schon „drüber“ bist!“, hatte Kira, die Jüngere, mir vorgehalten. Sie stritt es ab, aber ich hatte verstanden. Sie und die anderen schämten sich meinetwegen, schämten sich für mich, vor allen… wofür? Irgendwo entstand dieses kleine, winzige Loch in mir, aus dem langsam aber stetig etwas aus mir  hinaus strömte.

„Warte, ich fahr Dich nachhause!“, sagte Martin, der hinter mir herkam.

„Das kannst Du nicht, Junge, laß es gut sein! Ich kenne meinen Weg.“ Unsicher erst, aber dann zog er die Wohnungstür schließlich doch hinter sich ins Schloß. Ich hörte noch Mäxchen´s Stimme: „Wo geht der Opa denn hin?“ Die Tränen flossen mir einfach die Wangen hinab, und ich lief den Weg stumpf und blind und taub zu meiner Bleibe. Es regnete in Strömen, aber ich wollte weder mit dem Bus fahren, noch mit einem Taxi. Ich mußte allein mit mir sein.

Bis auf die Haut durchnässt schloß ich die Tür meiner Butze hinter mir, quälte mich aus den nassen Kleidern und der Wäsche. Legte alles in die Duschwanne, rubbelte mich mit einem frischen Badetuch trocken, das so schmerzhaft nach Elsa´s Weichspüler duftete, atmete tief durch, schlüpfte in einen warmen Pyjama, hockte mich auf das knackende Bett, zog die Schnapsflasche aus dem Nachtschränkchen, nahm einen tiefen Schluck, schraubte sie wieder zu und stellte sie zurück. Es war kalt in der Stube und der stürmische Wind drückte sich durch die alten Fensterprofile hier oben im siebten Stock. Ich stellte die Heizung nicht hoch, wollte mich daran gewöhnen, mit wenig leben zu müssen. Mit klappernden Zähnen kuschelte ich mich unter die alte rotkarierte Wolldecke, eine Ikea-Daunendecke und in eines der flauschigen Daunenkissen, die mir Elsa in einen Karton gestopft hatte. Ich war leer und erschöpft und sofort, als ich Wärme spürte schlief ich ein, zu müde, um noch zu denken oder zu grübeln. Durch wie viele Nächte hatte ich mich schon gequält, ergebnislos, nur, um zerschlagen und mit vor Denken schmerzendem Schädel aufzuwachen. Es war gut, dass ich nicht mehr arbeitete, es nicht mehr konnte und mich so nicht unausgeschlafen an einen Arbeitsplatz schleppen mußte.

Als ich erwachte, taumelte ich aus dem Bett, nahm meine Herztabletten, rührte mir einen Haferbrei mit Zucker und Milch im kleinen Topf auf der Herdplatte an, fühlte mich, wie nach einer durchzechten Nacht, woran der Schluck Wachholder beim Zubettgehen keinen Anteil haben konnte. Regen und nasse Schneeflocken klatschten von heftigen Windböen getrieben gegen die Fensterscheibe. Die Ziergardinen, die die Vormieterin zurückgelassen hatte bewegten sich im Luftzug. Ich nahm mir vor, den Hausmeister zu verständigen, denn ich fröstelte trotz des schweren Frotteebademantels, den ich über den warmen Pyjama angezogen und mit dem Gürtel fest geknotet hatte. Die Heizung wollte ich erst nach der Rückkehr vom Einkauf höher drehen. Der warme Haferbrei tat gut und sättigte mich. Mit dem letzten Löffel Instandkaffeepulver goß ich mir eine Tasse auf und begann eine kleine Einkaufsliste zu schreiben. Es war gut, einen Plan zu haben, der einen von zu leichtsinnigen Verlockungen bewahrte. Kaffeepulver, Zucker, Gemüsesuppenbrühe, Hühnerbrühe als Pulver, Billigreis, ein Säckchen Kartoffeln und ein Päckchen Nudeln aus dem Angebot, eine Flasche Öl, ein Stück Butter, ein Schälchen Margarine, ein paar Zwiebeln, zum Sonntag ein Päckchen Fischstäbchen und ein Glas Erbsen. Im Discounter an der Ecke hatten sie heute wieder diese leckeren schwedischen Haferplätzchen, von denen schon eines am Morgen über den Hunger bis zum Mittagessen half und von denen ich auch zum Kaffee nachmittags und am Abend gern eines aß. Eine Tüte Milch, eine Packung Scheibenkäse, etwas Streichwurst und eine Packung Schwarzbrot ergänzten meinen Einkauf. Jemand hatte eine drei Tage alte Zeitung in den Abfallbehälter neben dem Eingang des Ladens gestopft. Ich nahm sie an mich und kämpfte gegen den Wind an, der mir immer wieder die Kapuze meines Parkas vom Kopf riß.

Als ich die Wohnungstür hinter mir geschlossen, den nassen Parka im Bad über den Heizkörper gebreitet, aus den Schuhen in meine Pantoffeln geschlüpft war, begann ich mich beinahe etwas heimelig zu fühlen. Schnell verstaute ich meine Einkäufe, stellte den Wasserkocher an, bereitete eine Tasse mit Kaffeepulver und zwei Löffeln Zucker darin vor. Die Wäsche, das Hemd vom Vortag warf ich in die Trommel der Waschmaschine. Die Hose und der Pullover waren über Nacht soweit getrocknet, dass ich sie am Abend wieder würde zusammenlegen und im Schrank unterbringen können. Mit der Tasse Kaffee, einem Haferplätzchen, der Zeitung setzte ich mich an den Tisch und genoß die leichte, vom Heizkörper ausgehende Wärme. Ich war froh, im vergangenen Herbst in den Räumungsverkauf des Militaryladens im Stadtzentrum „geschliddert“ zu sein. Armeeunterwäsche, dicke Socken, eine Armeehose, zwei dicke Marinepullover und der Parka würden mir im Winter sehr nützlich sein, draußen, wie drinnen. In der Zeitung war nichts Erfreuliches zu finden, selbst der Cartoon war öde. Ich legte sie gefaltet auf einen leeren Boden des Wandregals, das ebenfalls die Vormieterin, eine Studentin, zurückgelassen hatte. Zeitungspapier konnte man immer gebrauchen.

Der Instantkaffee schmeckte wirklich gut. Ich hielt die warme Tasse zwischen den Händen und blickte durch die Regentropfen, die draussen an der Scheibe hinab liefen hindurch in den grauen, nassen Tag.

„Was habe ich denn gesagt, was nicht der Wahrheit entspricht?“, hatte ich gefragt. Ein Delinquent vor einem Gericht; ohne Anwalt und ohne Kenntnis und Verständnis der Regeln und Gesetze, nach denen verhandelt wurde.

„Bei Dir hat man immer das Gefühl, Du guckst auf alles mit der stärksten Lupe, die Du greifen kannst und immer klingt alles, wie ein Urteil! Nirgendwo gibt es Nuancen, alles ist bei Dir, wie ein grober Holzschnitt: kantig, tiefschwarz auf weiß!“ Selbst als Erinnerung tat es weh.

Ich hatte gelernt, richtig von falsch, gut von böse, Wahrheit von Lüge zu unterscheiden, bei mir ebenso, wie bei anderen, das eine anzustreben und das andere abzulehnen. Alles drehte sich in mir und ich spürte, wie ich Halt verlor, innerlich. Ich sah ihre Augen, sah Blicke, wie jene, die man Kriminellen gibt, deren Taten man nicht versteht. Blicke wie von Lehrern, die resignierend einem Schüler gelten, der trotz all ihren Bemühens den Stoff offensichtlich nicht begreifen kann. Elsa´s Augen, vom Weinen gerötet, leer und traurig. Es war, als habe sie sich gefragt, wie sie sich in diesem Mann, ihrem Ehemann, so habe täuschen können, immer und stetig ihr kleines Taschentuch knetend, dessen Rand sie liebevoll mit blauem Garn umhäkelt hatte. Martin war neutral geblieben, aber er war Meike gegenüber loyal, obschon ich spürte, daß er mir in vielen Punkten zustimmte. Seine Loyalität galt seiner Familie und das war auch gut so!

Kaum, dass die Gedanken eingesetzt hatten, überkam mich wieder diese taube, stumpfe, bleierne Erschöpfung. Ich breitete die rotkarierte Wolldecke über der Daunendecke aus, legte mich aufs Bett und schlief kurz darauf tief und fest ein.

Es war sehr frisch geworden in meiner Bleibe. Der Wind drückte hart gegen die Fensterscheibe, der Rahmen zitterte und es kam eisiger Zug durch die Ritzen. Der Heizkörper war kalt und es tat sich auch nichts, als ich den Regler auf die oberste Stufe stellte. Nach einer Viertelstunde stellte ich ihn auf „Normal“ zurück. Ich erhitzteWasser und machte mir eine Tasse Hühnerbrühe. Zu der ich eine Scheibe Schwarzbrot mit Margarine bestrichen aß. Die heisse Brühe und die Wärme der Tasse an meinen klammen Fingern tat gut. Sicher war die Heizung wieder einmal komplett ausgefallen. Auf dem Flur draußen hörte ich dann bald darauf auch aufgeregt streitende Stimmen. Ich ignorierte das Klingeln. Jemand klopfte, rief meinen Namen und forderte mich auf, zu öffnen.

„Die Heizung ist ausgefallen! Die Techniker können sich erst übermorgen Vormittag darum kümmern, hören Sie?“

Endlich stellte der arme Kerl seine Bemühung ein. An ihm blieb es hängen, den Ärger der Mieter am Telefon oder persönlich einzustecken.

„Sag diesen Idioten, dat se jefällichst abnehm´ soll´n, wenn man se anrufen tut! Diesen Schlagerquatsch in Dauerschleife können se sich sparn!“, schimpfte jemand im Flur. Ich glaubte das Gesicht des Kerls vor meinen Augen zu haben. Er wohnte, drei Türen weiter, direkt neben dem Treppenhaus. Er schimpfte immer, schnauzte die Jugendlichen vor dem Haus an, wenn sie da in aller Öffentlichkeit „Tüten“ drehten und die Kinder ihnen dabei zuschauten. Er schnauzte die Mütter an, die versuchten, ihre Kinderwagen im Hausflur kreuz und quer in die Nische neben den Eingang zu stellen und damit oft den Zugang zum Keller verbarrikadierten, schnauzte Mieter an, die die Feuerwehrzufahrt zuparkten. Einer mit Fitnessclubtraining hatte ihn dafür geohrfeigt und lernen müssen, dass auch ein ehemaliger, verfetteter und gesichtsgreiser Profiboxer noch genug Wumms in den Fäusten hat, um das Gesicht eines feindseligen Gegenübers zu verändern. Alle hassten ihn, mieden ihn oder lächelten sich unterwürfig an ihm vorbei. Er schien genau das zu genießen und zugleich schien es ihn zu ekeln! Ich war mir sicher, daß die Hausverwaltung ihn in den nächsten Tagen direkt von Auge zu Auge kennenlernen würde.

„Nur, weil sich ein paar daneben benehmen, kann man doch nicht alle unter Verdacht stellen!“, hatten sie mir vorgeworfen. Ich konnte es nicht begreifen!

„Ist das wirklich Eure Meinung?“, hatte ich gefragt. Menschen sind ermordet, vergewaltigt worden und meine Kinder sprachen von „daneben benehmen!“

„Ja, das denken wir, und so denkt jeder vernünftige Mensch!“

Als sie noch kleine Mädchen gewesen waren, hatten wir oft vertieft beeinander gesessen, und ich hatte ihnen gezeigt, wie man ein Himmel-und-Hölle-Spiel faltet, einen Hut, ein Schiffchen, einen Kranich. Vergessen, vorbei.

„Du weißt doch gar nicht, was sie alles mitgemacht haben!“

„Und darum müssen sie unsere Hilfsbereitschaft nun mit Unverschämtheit, Schändung, Mord danken?“

„Mensch, Papa! Das ist so zynisch! Was ist mit den „anständigen Deutschen“, die auf diese Leute losgehen und sie beschimpfen?“  war nur erneut zu einer Schallplatte mit Sprung geworden.

Ich erhob mich, machte ein paar Schritte auf und ab in der Enge meiner Wohnzelle, wie ein Tier im Käfig und beschloss, draußen eine Runde um den Block zu gehen. Im Schrank fand ich einen grell karierten, warmen Schal, den mir vor langer Zeit einmal Kollegen zu einem Geburtstag, meinem fünfunddreissigsten, erinnerte ich mich, geschenkt hatten, um mich mit einem Farbklecks fürs neue Lebensjahr aufzufrischen. Ich legte ihn um, zog den Parka an und stülpte mir zusätzlich noch eine Wollmütze über. Der Schneeregen hatte nachgelassen, nur der Wind pfiff heftig zwischen den Gebäuden hindurch. Ein, mit alten Möbeln, Einrichtungsgegenständen und Elektrogeräten überfüllter Container stand, wieso auch immer, auf dem Weg, der um den Block herum angelegt war, inmitten einer, inzwischen riesigen, Pfütze. Ich ging zurück und schlug den Weg hinauf zur Endstationdes 17B ein, der das Wohngebiet mit der Innenstadt verband. Oben angekommen, machte der Fahrer eben den Bus zur Weiterfahrt bereit. Kurzentschlossen betrat ich das Fahrzeug, hielt meinen Ausweis vor, der mich zur kostenlosen Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel des Verbundes berechtigte, und suchte mir einen Sitz neben dem sich Öffnungsschlitze der Bordheizung befanden. Die schaukelnde Fahrt und die angenehme Wärme versetzten mich in ein genußvolles Dösen. Am großen Busbahnhof schließlich verließ ich den 17B und spazierte durch eine Unterführung hindurch zur Einkaufsstrasse. Wohl wegen des unangenehmen Wetters waren nicht viele Menschen unterwegs, und dasVerkaufspersonal wartete sich genervt und gelangweilt dem Ende  der Geschäftszeit entgegen. Einige wenige schienen Aufgaben entdeckt zu haben, denen sie nachgingen und wirkten entspannt. Am Juwelierladen, in dem Elsa und ich seinerzeit unsere Eheringe gekauft hatten, entdeckte ich hinter der großen Sicherheitsglasscheibe ein Paar Ohrringe, die wie für sie gemacht waren, ich hörte sie förmlich Elsa´s Namen rufen. Einige Herzschläge lang überlegte ich, sie ihr zu kaufen und heimlich zuzuschicken. Der Träumerei folgte die nüchterne Einsicht, dass der Preis zwar angemessen, aber weit ausserhalb meiner verbliebenen finanziellen Möglichkeiten lag. Schnell ging ich weiter, war verführt, mir einen Kinofilm anzuschauen, als ich am neu eröffneten „Lichtspielhaus“  vorbei kam. Vor der Kasse standen drei Jungen und zwei Mädchen. Der Wortführer der drei, mit der eigenartigen Skalpfrisur, wie sie bei bestimmten Fußballgöttern zu sehen war, versuchte unentwegt das ältere Mädchen zu umarmen und zu küssen, während die beiden jüngeren Burschen das andere Mädchen belauerten wie Pirrhanas ihre Beute. Das ältere Mädchen wehrte ihren Bedränger ab. Die kleineren Jungs grinsten hämisch feixend.

„Pass mal auf, Du Fotze: Du bist meine Bitch, alles klar?“, schnodderte der in verwahrlostem und gebrochenem Deutsch. Als das Mädchen schrie: „Sag mal, hast Du sie noch alle?“, bekam sie einen heftigen Schlag ins Gesicht und einen Schwall übler Beleidigungen hinterher, teilweise in einer unverständlichen Sprache begleitet von aggressiven Gesten.

Etwas Eigenartiges geschah: sie ging auf ihn zu, umarmte ihn und ließ sich von ihm Zungenküssen.

Ich ging weiter spürte, dass es mich kalt ließ. Dies hier hatte in der Tat nichts mehr mit mir, mit meinem Leben zu tun. Nachdem ich eine Zeitlang wie durch Watte hindurch Fuß vor Fuß gesetzt hatte, stand ich wieder am Busbahnhof. Der Fahrer vom 17B winkte mich durch. Später, vor der Haustür angekommen, stand da der Kleintransporter einer Sanitär- und Heizungsinstallationsfirma und oben am Eingang, die Fäuste in die Hüften gestemmt, kühl mit Rottweilerblick wie ein Blockwart der Exboxprofi.

„Jeht allet,wenn man die richtjenArjumente richtich vorträcht!“, grinste er breit, was die Tätowierung auf seiner linken Wange, eine Stripperin, tatsächlich zum Tanzen zu bringen schien. „Gleich is wieder muckelich in unsere Boxen!“, meinte er, als ich an ihm vorbei ins Haus trat. Es überkam mich und ohne zu denken klopfte ich ihm auf die Schulter. „Jern jeschehen, Kumpel!“, kam es freundlich grummelnd aus ihm.

Zum erstenmal seit langer Zeit spürte ich wieder so etwas wie Nähe zu einem Menschen – einem Fremden.

Als ich die Wohnungstür öffnete, schlug mir angenehme Wärme entgegen. Draussen war es inzwischen dunkel geworden und das Wetter hatte sich beruhigt. In dem kleinen Laden am Busbahnhof hatte ich mir ein völlig überzuckertes Puddingteilchen gekauft, daß ich mir lustvoll zum Kaffee schmecken ließ.

„Für meinen Sohn bitte noch ein Puddingteilchen!“, hatte Mutti immer gesagt, wenn die Bedienung in der Bäckerei sie fragte: „Darf es sonst noch etwas sein?“

Es muß irgendwann, mitten in der Nacht gewesen sein, als mich der Harndrang aufwachen ließ und ich zur Toilette eilte. Ich hatte unvermittelt dasGefühl, dass da jemand in meinem Appartement war. Nachdem ich mir die Hände gewaschen und getrocknet hatte, schaltete ich das Licht im großen Raum an, aber da war niemand. „Jetzt geht’s also los.“, veralberte ich mich, trank die Tasse mit kaltem Kaffee leer und verkroch mich wieder behaglich in mein Bett.

Am nächsten Vormittag hatte ich einen Kontrolltermin bei meinem Herzdoktor. Als ich beim Fahrstuhl wartete und die Tür sich öffnete, stieg mein Nachbar mit der Stripperin auf der Wange aus und meinte im Vorbeigehn: „Kiek ma in Dein Briefkasten, Süßer! Der platzt ja fast aussenander. Is wat Amtliches dabei, hab dem Postfuzzi ne Unterschrift jejeben, sonst hättste inne Stadt jemußt, um den Schrieb abzuholen, der Meister wollte da´schon ne Abholkarte in´n Kasten schmeiss´n.“

„Danke!“, sagte ich verdattert.

„Wie heisst dit?“, kam es zurück.

„Danke, Kumpel!“, sagte ich.

„Na, jeht doch! Wird ja noch ma wat aus Dich!“

Im Kasten war der gerichtliche Bescheid zur Aufhebung meiner und Elsa´s Ehe. Wie es ist, wenn man einen Arm oder ein Bein verliert? So vielleicht!

Ich faltete die Unterlage zusammen, stopfte sie wieder in den Kasten, schloß ab und machte mich auf zu meinem Termin.

„Über kurz oder lang müssen wir nochmal, ran!“, erklärte mir der Arzt, nachdem ich wieder bekleidet vor ihm saß. Da ist ein Gerinnsel in einer Herzkammer, das gehen wir mal medikamentös an, ein weiteres Gefäß benötigt bald einen Stent und die verkalkten Herzklappen sollten wir spätestens im kommenden Jahr gegen künstliche tauschen. Das ist kein Ding, aber alternativlos, wie unsere Kanzlerin gern zu sagen beliebt. Im Ernst, glauben Sie in diesem Fall einem Fachmann!“

Nachdem ich meine laufenden Medikamente und die hinzugekommenen in der Apotheke abgeholt hatte, war ich froh auf das Kino verzichtet zu haben und ließ meine Pläne zum Besuch einer Sonderausstellung am kommenden Wochenende in der Nachbarstadt fallen. Das Schreiben stopfte ich zu anderen in eine Schachtel in der Hutablage meines Schranks.

Gerade hatte ich am folgenden Morgen meine Medis „eingeworfen“, mich gewaschen, die Zähne geputzt,den Haferbrei angerührt, das Kaffeewasser aufgesetzt da entdeckte ich blinkendes blaues Licht in den Regentropfen an der Fensterscheibe. Ich trat ans Fenster, sah in der Feuerwehrzufahrt einen Ambulanzwagen stehen und wie eine Bahre eilig eingeladen wurde. Mit Sirene und Blaulicht raste der Wagen davon. Offenbar war jemand aus unserem Wohnsilo abgeholt worden. Nach dem Frühstück machte ich mich auf den Weg zum Discounter. Putenfleisch war im Angebot und der Wacholder im Nachtschränkchen zur Neige gegangen. Unter den Leuten im Laden gab es nur ein Thema.

„Er hat die Ambulanz noch selber angerufen! Stellen Sie sich das mal vor, und ein Bein zwischen Tür und Zarge gelegt! Ich hakte nach und fragte, um wen es sich denn handele. Die alte Dame sah mich ungläubig an. „Na, um Ihren Nachbarn, den Boxer!“

Das war ein Schlag. Nichts, gar nichts hatte ich mitbekommen!

„Beruhich Dich ma´, Kumpel!“, glaubte ich seine markante Stimme im Kopf zu hören. „Wat hättste, den jroß machen könn´? Nüscht! Nullkomma nüscht! Wenn die Kerze abjebrannt is, isse alle und ab jehts!“

Gegen Mittag saß ich im Krankenhaus. Weil ich kein Verwandter war, kriegte ich keine Auskunft. Schließlich kam eine junge Assistenzärztin zu mir, und als ich ihr sagte, daß er mein Nachbar und Freund gewesen sei, nahm sie mich mit in einen Besucherraum.

„Herr Kowalewske hat ein Anorisma erlitten! Ein Blutgefäß ist in seinem Gehirn geplatzt, eine Spätfolge seines einstigen Berufs. Er wußte wohl, um die Möglichkeit und wie es sich äußern würde. In seinem Notruf sagte er dezidiert: „Et is soweit, ik blute im Kopp!“ Er sagte es ruhig und gefasst. Was für ein mutiger Mann! Wir konnten nichts mehr tun! Er war eigentlich schon tot, als ihn der Notarzt auffand.“ Ich heulte los, wie ein Schloßhund. Die junge Frau nahm mich in die Arme und klopfte mir tröstend auf den Rücken. Als ich mich wieder beruhigt hatte, fragte ich, ob ich ihn noch einmal sehen könne.

„Eigentlich nicht, aber bitte warten Sie hier! Ich schau mal, ob sich was machen läßt!“

Dalag er dann, etwas zurecht gemacht auf einem Laken, dass sie über einen Untersuchungstisch gebreitet hatten. Neben seinen Kopf hatte jemand eine Kerze aufgestellt und angezündet.

Da lag also der Körper von Akki Kowalewske mit den von Schlägen gezeichneten Gesicht, das friedlich und siegesbewußt zu lächeln schien. Sein rechter, muskelbepackter Arm rutschte unter der Decke hervor mit seiner KO-Faust, die nicht von  den Kämpfen im Ring so zugerichtet war. Auf dem Trizeps war der Schädel eines Rottweilers tätowiert, darunter der von zwei Herzen gerahmte Name „Toaster“. Ich erschrak, als ich die Stimme meines Kumpels wieder zu hören glaubte: „Kümmer Dich um ihn!“ Hatte ich einen Seufzer gehört?

„Das ist Restluft, die aus Lunge und Zwerchfell entweicht!“, erklärte mir die freundliche Ärztin. Ich strich ihm über die Wange mit der Stripperin und hörte ein nicht ernst gemeintes: „Finger wech, von mein´ Schatz!“ Ich drückte die kalte KO-Faust und sagte: „Tschüß, Kumpel!“

Die Ärztin führte mich zum Hintereingang der Pathologie und ich dankte ihr herzlich. Sie würde eine gute Ärztin sein, egal, welche Richtung sie auch immer einschlüge, dessen war ich mir gewiss. Wenn Können und ein gutes Herz zusammentreffen, können Wunder Wirklichkeit werden!

Auf dem Heimweg grübelte ich der Worte wegen, mich um den Hund zu kümmern. Ich hatte ihn nie mit einem Hund gesehen und die Hausverwaltung hätte nie einen Hund gestattet. In der Krankenhauskapelle steckte ich eine Kerze für Akki an, warf einen Euro in den Kasten für das Kerzengeld und steckte mir drei Teelichter ein. Ich betete drei „Vater unser“ und ein „Gegrüsset seist Du Maria“, stand auf, bekreuzigte mich am Ausgang mit Weihwasser und ging. Ich war bis zu diesem Tag seit gut zehn Jahren in keiner Kirche mehr gewesen. Als die schwere Tür der Kapelle hinter mir ins Schloß fiel, wußte ich aber, daß ich zurückkehren würde und machte mich, einer inneren Eingebung folgend, zu Fuß auf den Heimweg. Einige Male mußte ich pausieren, zuletzt auf der Metallbank einer Haltestelle des 17B. Als der Fahrer hielt, und ich ihm winkte, weiter zu fahren, sah ich, dass es derselbe war, mit dem ich erst zuletzt gefahren war. Er winkte lächelnd zurück und fuhr los.

Zuhause angekommen, kleidete ich mich um. Zum erstenmal zog ich den schwarzen Trainingsanzug an, den mir Elsa für den Rehasport nach der Herz-OPgekauft hatte. Er war tatsächlich etwas Besonderes und ich hatte ihn einfach nicht zu einem Brauchobjekt machen können. Statt dessen hatte ich den alten, hellblauen Bundeswehrtrainingsanzug aus einem Koffer gekramt, den ich seinerzeit, nach meinem Wehrdienst für vierzig Mark übernommen hatte und den Elsa schließlich nach endgültig getanem Dienst entsorgt hatte.

Zum Abendessen mit zwei Scheiben Schwarzbrot und einer Tasse schwarzen Tees, den ich mir aufgebrüht hatte, zündete ich die drei Teelichter an, stellte sie auf die kleine Fensterbank, wo sie flackerten, aber nicht erloschen. Mir war einfach, als säße er mit mir am Tisch und ihm zu Ehren stellte ich ein altes Senfglas gefüllt mit meinem Gutenachtwachholder an den Platz mir gegenüber, den ich ihm zudachte.

„Hab leider keinen zweiten Stuhl, Kumpel!“, entschuldigte ich mich.

„Ik kann mir een vorstelln, Kumpel! Keen Problem! Jute Marke, Dein Schnaps! Billich, aber weit über dit janze Schickimicki-Jeschiss!“

Kaum, dass ich einen Menschen gefunden hatte, der mich einfach als Kumpel akzeptierte, war er auch schon wieder fort. Ich tat mir selber leid.

„Uffstehn, weiterboxen, Jungchen! Wenn de zu früh det Handtuch schmeißen tust, frißt du Jahre dran, dat du womöglich nem Arschloch den Siech jeschenkt hast!“

„Ich steh nicht im Ring, wie Du!“, verteidigte ich mich.

„Quatsch mit Soße! Et jibt nur ein´n Ring, und der is dat Leben und jetz hoch mit Dei´m Arsch!“

In dieser Nacht fantasierte ich, einen Schatten neben meinem Bett zu sehen und glaubte ein leises Hecheln zu hören. Ich stand auf, knippste das Licht an ging zur Toilette aber da war nichts. Ich schaltete das Licht wieder aus, stieß auf dem Weg zum Bett gegen den Tisch. Das Glas mit dem Wachholder stand noch an seinem Platz. Ich ergriff es, prostete innerlich Akki zu und leerte es auf einen Zug.

Der Schnaps tat seine Wirkung und ich war ruckzuck eingeschlafen, kaum, dass ich wieder im Bett lag.

Am nächsten Morgen, gleich nach meinem Frühstück klingelte es. Ich öffnete und auf mich zugestürmt kam Mäxchen! „Opa, Opa! Ich hab Dich so vermißt!“, rief er, umschlang mein Bein und presste sein Gesicht dagegen! Martin stand im Flur, verlegen grinsend. Ich bat ihn herein, und er nahm am Tisch Platz, während ich mit Mäxchen tobte, ihn herzte und aus vollem Herzen drückte. Ich erinnerte mich an den Gummidinosaurier, den ich ihm zu seinem Geburtstag hatte schenken wollen. Ich zog die, in buntes Geschenkpapier gepackte Schachtel aus der Ecke am Kopfende meines Bettes und übergab sie ihm. „Opa, ach Opa! Das ist ja Godzilla!“, jubelte Mäxchen, umarmte und küßte mich mit seligen Augen. „Papi, Papi, darf ich den mitnehmen?“, fragte er Martin. „Weißt Du was, Max, Du hast soviel Spielzeug zuhause! Aber immer, wenn Du Opa besuchst, wartet hier etwas ganz Besonderes auf Dich!“, entgegnete Martin.

„Ok.“, antwortete Max mit gedämpfter Begeisterung. Ich blickte Martin an. „Mäxchen,“ sagte der. „Spiel mit dem gewaltig gefährlichen Godzilla! Papa möchte mal mit Opa reden!“

Der Kleine warf sich mit dem Gummimonster auf mein Bett und war sofort in einer anderen Welt.

„Glaub mir, ich halte es für absoluten Hirnriss, aber Meike will, daß Du keinen Kontakt mehr zu Mäxchen und Astrid hast, um sie nicht mit Deinem Hass und Deinen Vorurteilen zu prägen, wie sie sagt!“

„Ich verstehe…“, sagte ich, ohne zu verstehen. Den Schlag mußte ich erst einmal verdauen.

„Ich hab mit ihr stundenlang diskutiert, versucht, sie runter zu bringen. Sie bleibt aber dabei und meint: „Ich muß damit fertig werden, daß mein Vater ein Nazi ist, aber ich schwöre Dir: unsere Kinder versaut er nicht!“

„Entschuldige bitte,“ sagte ich, „ich muß zur Toilette!“ Aus dem Hängeschränkchen nahm ich eine Packung, drückte aus dem Riegel eine Tablette, nahm die mit einem Schluck Wasser. Nahm noch einen Schluck gurgelte, spuckte aus und ging wieder zu Martin. Der sah mich fragend an.

„Mundtrockenheit und schlechter Geschmack!“, erklärte ich ihm.

Ich bin mit einem Vorwand weg. Es ist alles eine große Scheiße, Vater! Wohin soll das führen? Ich werde versuchen, Dir immer mal wieder Mäxchen vorbei zu bringen. Astrid ist leider eine Plaudertasche und Du kannst Dir vorstellen, was los wäre, wenn Meike erführe, was ich hinter  ihrem Rücken tue!“

Ich nahm seine Hand.

„Du bist ein anständiger Kerl, Martin! Bitte, lass es, ich bitte Dich! Ich schätze und achte, was Du tust und tun möchtest, aber wichtiger als ich ist Deine Ehe und ist, daß Eure Kinder Eltern und ein Zuhause haben!“

„Kira ist ganz auf Meike´s Seite und hat Angst, dass die Eltern Ihres Freundes, sie Deiner Ausbrüche und Einstellungen wegen auch mit Nazigedankengut in Verbindung brächten.“, legte Martin dar.

„Was ist mit Elsa?“, hakte ich nach.

„Hilft, macht und tut, kennst sie ja. Nach der Tagesschau sitzt sie allein für sich in ihrem Zimmer und weint sich die Augen aus dem Kopf, besonders seit sie die Bestätigung Eurer Scheidung bekommen hat. -Ehrlich, Vater, gibt es denn gar keinen Weg?“

„Du bist ein guter Mann!“, sagte ich ihm, als er ging, Mäxchen in seinen Armen, der beim aufregenden Spiel mit Godzilla eingeschlafen war. Ich hatte den kleinen Burschen so lieb und als ich die Gummipuppe wieder einpackte und an ihre Stelle plazierte, liefen mir Rotz und Wasser übers Gesicht. Genauso gern wie ihn, hätte ich seine Schwester lieb gehabt, aber Astrid war extrem auf Meike fixiert, darauf, alles, wirklich alles, ihrer Mutter recht zu machen, dass da ein Riss zwischen mir und dem Kind entstanden war.

Ich war der Schuldige! Ich spürte es, aber begriff es dennoch nicht wirklich.Wenn ich nur aufgäbe zu erwarten, was ich von meinen Eltern gelernt hatte, als Gerechtigkeit, als Anstand, als Regel des Miteinanders zu verstehen, dann und nur dann wäre alles gut?

Es zerriss mich und lange, nachdem Martin und Mäxchen gegangen waren, kaute ich auf diesem Problem wie auf einem übel schmeckenden Stück Leder herum.

„Um Gotte´s Willen! Wenn es dem guten Frieden dient, soll es so sein!“,entschied ich schließlich. Gleich morgen wollte ich zu Meike, Kira und Elsa, wollte auf die Knie gehen, alle Schuld bekennen. Abbitte leisten, Änderung schwören!

„Anjriff ist die beste Verteid´jung! Richtich, aber mach nich zu dicke, denn sonst vergisste die Deckung!“, coachte ich mich, wie es Akki wohl getan hätte, dessen breit grinsendes Gesicht ich mir einbildete.

So ging ich zu Bett, füllte noch einmal das Senfglas mit Wachholderschnaps, trank und schlief ein.

Meine neue Armbanduhr, die ich für zwei Euro auf dem Trödelmarkt erstanden hatte, zeigte mit den Leuchtziffern an, dass es 3 Uhr morgens war, als mich meine Blase aus dem Bett zwang. Gerade, als ich mich wieder in meine Decken gekuschelt hatte, sah ich den großen Schatten neben meinem Bett und fühlte, wie eine Zunge meine Hand leckte.

Ich wandte mich zur Seite und die große Zunge wischte mir über mein Gesicht. Es roch nach Hund!

„Komm!“, hörte ich eine leise rollende Stimme, „Es wird Zeit!“

„Wer bist Du?“, fragte ich müde.

„Toaster.“, kam die Antwort. „Du mußt jetzt mit mir spazieren gehen!“

Ich stand auf, kleidete mich an und ging mit ihm hinaus.

Meike hielt Elsa bei der Hand, als sie mein Appartement besichtigten.

„Mein Gott, so hat er gelebt!“, brachte sie hervor. Elsa weinte, schneuzte sich in ein Papiertaschentuch. Kira hielt Mäxchen bei der Hand, der sofort seinen Godzilla entdeckt hatte und begeistert mit der Plastikfigur zu spielen begann. „Jetzt darf ich ihn aber doch mit nachhause nehmen, nicht, Papi? Meike warf Martin einen durchdringenden, gereizten Blick zu. Astrid quängelte an ihrem Arm:„Iieh, es stinkt hier so nach Hund!“

„Papa hat nie einen Hund gehabt!“, stellte Kira klar und griff nach der Zeitung auf dem Wandregalboden, auf der ein Zimmermannsstift lag, mit dem auf eine Seite gekritzelt stand: „Meine Zeit war, Eure kommt!“
















Veröffentlicht von

hpkluge

Geboren Anfang der 1950iger Jahre, Volksschule, Realschule, konfessionelles Gymnasium, Studium englische Sprache, Literatur, Amerikanistik, Kunst. Abbruch des Studiums nach Auseinandersetzung mit Kunstdozenten und der Weigerung, sich für den Vorwurf dessen ständiger Abwesenheit und Nichterbringung seiner Aufgabe als Lehrender zu entschuldigen. Erste Gedichte, Kurzgeschichten und Liederexte, Songtexte für Solovorträge oder als Sänger einer Hardrockformation. Beteiligung an Gemeinschaftsausstellungen und Einzelausstellungen. Mitbegründer der Essener Künstlergruppe Stadtgas. Anstellung als Krankenpflegehelfer in der Psychiatrie des LVR in Essen. Heirat, Familiengründung. Wechsel in den Vertrieb, Projektmanager für Verwaltungseinrichtung und Innenausbau. Vertriebsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung, Prokura, eines mittelständischen Herstellers. Selbstständiger Berater innerhalb der Branche und Personaltraining für Beratung, Verkauf und Dienstleistung in der Gesundheitsbranche. immer wieder sporadisch oder durchgängig künstlerisch tätig u.a. Mitglied einer Künstlergruppe in Westfalen. Nach einer Serie lebensbedrohlicher Erkrankungen Ausstieg aus dem Berufsleben und Rückbesinnung auf den Beginn und die brachliegenden, liegengelassenen Talente. Seit nunmehr etwa drei Jahren Arbeit an kurzen Kurzgeschichten "shortcutstories" ©, Prosagedichten (Poemen) und lyrischen Arbeiten in deutscher und englischer Sprache.

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