Droid

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Ein Sturm zog über dem Raid-Territorium auf. Die einsetzenden Winde bliesen als Vorboten Sand, Dreck und Staub vor sich her, pfiffen zwischen den verstreut liegenden Containern der ehemaligen Wohneinheiten hindurch. Hier und da schlugen schwere Metalltüren krachend und in den Angeln grell quietschend gegen die Rahmen. Abgemagerte Dinkoys eilten verängstigt auf der Suche nach sicherem Unterschlupf, einem Versteck vor der Gewalt des nahenden Wetters zwischen den Überbleibseln der einstigen Siedlung umher. Der einbeinige Droide, der, auf das Stahlrohr einer Hochdruck-Sauerstoffleitung gestützt, wie orientierungslos durch die Szenerie humpelte, beeindruckte sie nicht. Sie kannten ihn seit ihrer Zeit als Welpen, so wie ihn schon ihre Eltern, Großeltern und Generationen zuvor als Teil ihres Lebensraumes kennengelernt und erlebt hatten. Die Maschine erschien Tag um Tag am unteren Ende des Weges, den ein kaum noch leserliches Schild als „Hauptstraße“ auswies, schien im Zickzack deren Verlauf zu kreuzen, verschwand zwischen den ausgebrannten, von Hitze völlig verformten Containern am oberen Ende. Zuletzt erreichte er das Stahlbetontor, den Zugang zum zerstörten Abwehrgeschützturm, blieb davor regungslos stehen, zwei oder drei Stunden lang, um sich plötzlich abrupt wendend auf den Rückweg zu machen, mit exaktem Ablauf des Hinwegs in umgekehrter Reihenfolge. Als sich schließlich das Schott des Tiefbunkers hinter ihm schloss und er sich wieder in seine Kabine sortiert hatte, prüfte er sein Aktionsprotokoll, schloss es mit Zeitsignatur ab und ging auf Stand-by. Der Sturm erreichte den Ort in den ersten Minuten des anbrechenden ersten Tages seines 847ten Jahres auf dieser Welt.

…..

„Die ganze Mission ist hirnrissig, überflüssig und kostet mich mindestens sieben Monate, mit denen ich verspätet das Studium und den Offizierslehrgang antreten muss!“ Kadnos schlug mit der flachen Hand auf den Tisch. „Schon klar, Euch ist es egal! Euch interessiert nur der Bonus!“

„Na, dann verzichte Du doch drauf!“, zischte Kraytos. „Sei nur so gut und hör mit Deinem ewigen Gejammer auf! Ich kann´s nicht mehr hören! Es nervt!“

Zustimmendes Gebrumm war zu hören. Alle Männer blickten von Zeit zu Zeit auf das Display der Zeitanzeige. Der Start des Shuttles, das sie zum Träger bringen sollte war inzwischen zum drittenmal verschoben worden. Der Grund hatte sie nicht zu interessieren. Soldaten müssen immer bereit sein – egal für was, egal zu welcher Zeit und egal für wie lang. Die Orkos galt als einer der dicksten Brocken der Flotte. Wenn die in Marsch gesetzt wurde, dann, um es gewaltig krachen zu lassen und zwar genau da, wo die Scheiße am dicksten war. Diesmal sollte der Tarkos-Nebel das Ziel sein, wo immer der auch liegen mochte und wieso man gerade dorthin sollte. Die Gerüchteküche in der Flotte war eine Pest, doch diesmal fiel nicht ein Wort, nicht der geringste Hinweis sickerte durch. Niemand wusste irgendwas, nur, dass ein paar arme Schweine im Schnelldurchgang wegen „zersetzender Falschinformationen“ zu lebenslänglicher Verbannung verurteilt und unmittelbar darauf transmittiert worden waren. Wenn es derart herging, dann musste es schlimmer sein als katastrophal. Gegen vier Uhr früh Bordzeit heulten die Alarmsignale. Die Truppen traten hastend auf den Fluren vor ihren Unterkünften an, in voller Montur mit Marschausrüstung. Im Laufschritt eilten die Kompanien in Zügen zu den Hangars der Shuttles. Erst beim Antreten an Bord der Orkos vermissten die Kameraden Kadnos und erfuhren, dass er an der Mission nicht teilnehme. „Hat seine Schnauze wohl zu voll genommen!“, kommentierte Kraytos. „Den werden wir nicht wiedersehen.“

Die Orkos bewegte sich langsam inmitten einer Formation von etwa drei Duzend schwerer Schlachtschiffe und Zerstörer aus dem Orbit. Die Flotte nahm Fahrt auf in Richtung der Eintrittskoordinate in den Zwischenraum. Grelle Lichtgranaten begleiteten den Aufbruch und sorgten für ein spektakuläres, machtvolles Bild, das der Moral der Truppen und der Menschen an den Holodisplays auf den Welten der Föderation dienen sollte. Den älteren Soldaten entstanden Sorgenfurchen im Gesicht, denn sie wussten, dass zuviel Tam-Tam beim Auftakt einer ernsten Sache oft nur Unsicherheit und Mängel kaschierte, für den sie und ihre gefallenen Kameraden schon in der Vergangenheit den Preis hatten zahlen müssen. Drei Monate waren für den Flug angesetzt worden. Wenige Tage vor Ankunft an den Zielkoordinaten erst würden sie aus dem Tiefschlaf geweckt, der in allererster Linie dazu diente, sie alle vor Grübeleien, Spekulationen und dem Verlust von Motivation und Kampfbereitschaft zu bewahren.

Der Sturm hatte das Bild des ehemaligen Ortes erneut erheblich verändert. Viele der einstigen Wohncontainer waren weiter hinaus in Richtung Wüste gerissen und einige fast vollständig vom Sand bedeckt worden, als versänken sie in ihm wie Schiffe in einem Meer. Der Droide hatte große Mühe, den Abgang zum Tiefbunker frei zu bekommen. Er benötigte beinah den gesamten Tag und es war erstaunlich, mit welcher Geschicklichkeit er die Aufgabe trotz seiner Behinderung erledigte. Nachdem Sand, Dreck, Schrott, Steine und Gesträuch beseitigt waren, machte er sich wieder auf seinen Rundgang, den er, wie schon früher häufig, den veränderten Gegebenheiten anglich. Am verschlossenen Schott des Abwehrgeschützturms blieb er jedoch wie üblich stehen. Eigenartig war diesmal, dass er mit der Stirnplatte seines Metallschädels am Stahlbeton des Schotts rieb und ebenso die Fläche der freien Hand gegen sie presste. Dann stand er wieder bewegungslos wie immer gute zwei Stunden vor dem Schott, bis er sich in der aufziehenden Dunkelheit humpelnd auf den ebenfalls geänderten Rückweg machte. Als ein Meteroitenschauer ein Schauspiel am dunklen Abendhimmel bot, ruckte der Schädel der Maschine hoch und sie hielt ein, verfolgte das Geschehen. Ein Dinkoy hatte sich etwas von seinem Rudel entfernt und näherte sich vorsichtig, mehr kriechend als gehend dem Droiden, der von ihm aber keine Notiz zu nehmen schien. Zuletzt hatte ihn eines dieser Lebewesen in den ersten Tagen seiner Anwesenheit hier beachtet. Sie hatten schnell erkannt, dass er für ihresgleichen keine Gefahr darstellte und für sie auch keine Konkurrenz bedeutete bei der Jagd. Der Droide seinerseits hatte Dateien über sie und war in der Lage, jedes einzelne Wesen sofort an seiner Bewegung, seiner Artikulationen seiner Atmung oder am Herzschlag zu erkennen, seiner Fellzeichnung, dem gesprenkelten Irismuster. Er ließ es zu, dass ihm der Dinkoy folgte, ihn bis zum Abgang des Bunkers begleitete. Als das Schott hinter ihm zuglitt, sah er das Tier, wie es auf der obersten Stufe verharrte, ein leises Winseln von sich gab und sich dann ausstreckte.

Es war nicht ungewöhnlich, dass seine Intelligenz während des Stand-bys das Protokoll sowohl des zurückliegenden Tages als auch weiter zurückliegende aufrief und offene Relevanzen versuchte aufzuarbeiten. Das war in dieser umfassenden Weise kein Standard für reine Kampfmaschinen, wie er eine war. Noch an Bord des Schiffes, mit dem die Legion, der er angehört hatte, zur Aufrüstung einer Grenzgarnison transportiert werden sollte, hatte ihn ein Offizier zufällig, mit dem Finger auf ihn weisend, für seine Eskorte bei der Erstürmung eines aufgebrachten Feindschiffes ausgewählt. Er hatte ihn daraufhin, mit seinem Schirm deckend und mit seinen Waffen sichernd durch den Auftrag gebracht. Captain Villeneuve leistete ihren Truppendienst ab und gehörte eigentlich zum Stab der Forschungsflotte. Ihr Antrag auf Zuordnung des Droiden als Adjutant wurde abgewiesen. Als Kybernetikerin wurde ihr allerdings ein Testprojekt mit dem Droiden als Objekt erlaubt.

„Vielleicht tue ich Dir keinen Gefallen, mein Freund,“ hatte sie gesagt, als sie die unscheinbare Erweiterung an seiner Intelligenz vornahm.

“Sei mir nicht bös, wenn es so sein sollte, aber vielleicht …“

Immer und immer wieder rasten die Protokolle durch seine Synapsen. Es gab nichts Fassbares, keinen Anhaltspunkt. Es war, als sei er in einer Endlosschleife gefangen und zugleich widersprach seine Selbstanalyse dieser Option. Da war etwas sehr konkret von ihm gemessen, gescannt, geortet worden. Er konnte es einfach nicht einordnen, nicht realisieren, eingrenzen oder benennen.

Bevor er die Rebootsequenz für die übliche Zeit bestätigte und seine bewussten Funktionen in den „Tiefschlafmodus“ schaltete, huschte noch das Bild dieses eigenartigen Dinkoys an ihm vorbei, wie er sich auf der Stufe draußen ausgestreckt hatte.

Als er am Morgen aufbrach, um wieder seinen Rundgang aufzunehmen, erwartete ihn der Dinkoy vor dem Treppenabgang noch an den Resten einer Shroona kauend, die er in der Nacht gejagt haben musste. Er folgte ihm auf seinem Weg, streunte in seiner Nähe, eigenen Spuren und seiner Witterung folgend, um dann wieder zu ihm zurück zu kehren. Es durchbrach das Einerlei seiner Routine. Der Dinkoy schien offensichtlich bemüht, eine Kommunikation mit ihm aufzubauen, und er begriff, dass dieses Lebewesen über Eigenschaften verfügte, die seinen Ortungs-, Tracking- und Scansystemen ähnlich waren. In seiner Datenbank fand er den Begriff „Instinkt“.

….

Die ersten Einheiten der kleinen Flotte explodierten unmittelbar nach dem Wiedereintritt in den Normalraum. Ihr stand an diesen Koordinaten unerwartet eine Streitmacht von einigen duzend „Birnen“ gegenüber, wie die Kriegsschiffe der Fremden ihrer Form wegen genannt wurden. Von drei gewaltigen Einheiten des Feindes, jedes dieser Schiffe durchmaß an der weitesten Aufwölbung etwa fünfzehn Kilometer, ging eine Feuerkraft aus, die für sich, der einer Flotte entsprach. Die Abwehrschirme der Orkos waren vom ersten Moment an zu sechzig Prozent beansprucht. Allerdings war die Entgegnung ihrer Waffen für den Feind eine schmerzhafte Erfahrung. Sie zog in waghalsigen Manövern das Feuer auf sich und schuf den Begleitschiffen Luft und Gelegenheit, die eigenen Waffen wirksam werden zu lassen. Nach einer Stunde etwa, war die Schlacht dennoch so gut wie entschieden. Die Orkos und sieben verbliebene Schiffe versuchten, einen Rückzug zu schaffen. Die Orkos lief zunächst massiv aus allen Waffen feuernd gegen das Zentrum der Feindflotte an, die sich um ihre drei Riesenschiffe formierte, während die sieben Begleitschiffe den Feuersturm nutzend hinter ihr in Notbeschleunigung davon eilten. Als der Feind die Flucht bemerkte und Schiffe den Ring zur Verfolgung verließen, steuerten sie geradewegs in einen Hagel transmittierter Antimateriebomben, die von den Fluchtschiffen gestreut wurden. Die Orkos nutzte den aufgebrochenen Ring und es gelang ihrer Feuerleitbrücke, je eine Gravitationsbombe in zwei der Riesenbirnen zu transmittieren. Die Dritte wurde von den Überfeld-Schirmen zweier Kampfschiffe abgelenkt. Zwei Riesenbirnen schrumpften und explodierten grell, die dritte, abgelenkte Bombe riss etwa ein duzend Einheiten in eine durch sie erzeugte Singularität. Dann war das Ende der Orkos gekommen. Nach dem ersten tödlichenTreffer, stieß sie noch einen schweren Kreuzer aus, der mit einem Notsprung die Sonne des Systems zwischen sich und den Feind brachte und beschleunigend schließlich in den Zwischenraum glitt. Drei Stunden später fiel er 15000 Lichtjahre entfernt im Kroonai-System, nur wenige Lichtminuten von dessen vierten Planeten, Scaro, in den Normalraum zurück. Auf Scaro gab es einen kleinen Flottenstützpunkt, der als geheim galt, weil er irgendwie nicht mit den korrekten Koordinaten in den Datenbanken erfasst worden war. Als der Sicherheitsdienst diesen Umstand ermittelt hatte und sich den, sich daraus ergebenden, Nutzen zu eigen machen wollte, blieb es dabei. Versorgungsflüge oder -transmissionen zum Stützpunkt liefen über den Sicherheitsdienst. Scaro lag abseits der Routen ziviler oder militärischer Schiffe. Kommandant des schweren Kreuzers war ein Oberst Kley, Flottenoffizier des Sicherheitsdienstes. Er hatte den Kurs codiert der Bordintelligenz übergeben und ordnete die Landung an. In der Kommandostelle des Stützpunktes existierte eine Hyperkommunikationseinheit, deren Standort weder sendend, empfangend noch im Standbye zu orten war. Die Codierung ausgehender Botschaften, die Decodierung und Verifizierung eingehender Kommunikation war auf allerletztem Stand und zur Einführung bei der Kriegsflotte erst zukünftig vorgesehen. Kley hatte seinen Bericht schon auf dem Flug aufgenommen. Er übergab den Speicherkristall der Komm-Intelligenz. Unmittelbar nach der Landung wurde eine Kompanie Kampfroboter der Orkos, die noch eilig in einen Hangar des Kreuzers kommandiert worden war, der Stützpunktintelligenz unterstellt, vergattert und in den Stützpunktkomplex befohlen. Der menschlichen Besatzung des Kreuzers wurden Aufgaben in der Kommandostelle, der Transmitterstation, im Feuerleitbereich und den autarken Geschützständen zugewiesen. Seit Monaten war die Ablösung ausgeblieben.

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Während er, wie jeden Tag, gegen das Stahlbetontor des zerstörten Abwehrgeschützturms gelehnt stand, verharrte und es schien, als lausche er ins Innere, lag der Dinkoy nah bei ihm im Staub. Hin und wieder drehten sich seine spitz zulaufenden Ohrmuscheln in alle Richtungen. Manchmal hob er den Kopf, blickte umher und witterte, bis er mit einem leisen Fiepen wieder seine Spannung aufgab und den Schädel auf die ausgestreckten Vorderläufe sinken ließ. Zum ersten Mal in den langen Jahren seines Aufenthalts auf dieser Welt reagierte etwas in den Tiefen seiner Intelligenz bei der Beobachtung dieses Lebewesens. „Es sichert!“ – Er blieb noch eine Weile gegen das Tor gelehnt stehen. Objektiv war sein Handeln sinnlos. Er hatte die Ruine des Turms umkreist, um eine andere Möglichkeit zu entdecken, ins Innere zu gelangen, sich Klarheit darüber zu verschaffen, wieso ihn sein Weg immer wieder hierher führte. Das fehlende Bein machte seinem Bemühen stets ein Ende. Oberhalb der ersten Plattform gab es die Öffnungen zersplitterter und zerschmolzener Panzerglasfenster der eigenständigen Kommandobrücke der Wachmannschaft und der Operatoren. Unzählige Konstruktionen hatte er konzipiert und mit seinen Mitteln zusammengebaut, um die Plattform zu erreichen. Zuletzt war es ihm gelungen eine Art Enterhaken mit scharfen Krallen herzustellen, den er an einem Stahlseil befestigte, das er in einer Ruine entlang seines täglichen Weges gefunden hatte. Das Seil war zwölf Meter zu kurz. Er berechnete mehrere Varianten, das Seil auf zu drillen und mit weniger Drähten ein längeres zu drehen. Keine Lösung verfügte aber über die Stärke, sein Gewicht zu tragen, und schon gar nicht die Kräfte, die durch Schlingern oder Rucken entstehen mussten. Zugleich mit dem Dinkoy registrierte er einen erneuten, schnell heranziehenden Sturm. Er packte seine Gehhilfe und beeilte sich, den kürzesten Rückweg einzuschlagen. Während er der berechneten Linie folgte, bemerkte er erstaunt, dass der Dinkoy genau auf dieser Route voran eilte. Bevor sie der Sturm mit voller Wucht erreichte, schloss sich das Schott des Bunkers hinter ihnen. Er hatte spontan entschieden, dem Lebewesen Unterschlupf zu gewähren.

Vielleicht lag es an der Anwesenheit des Tieres, das sich ihm angeschlossen hatte, der dadurch entstandenen Veränderung in seiner Existenz, dass sich Abläufe zwischen den Synapsen seines positronischen Gehirns änderten, geänderte Wege nahmen. Eigenartige Gedanken entstanden und sickerten durch sein Bewusstsein. Statt sich nach dem Andocken in der Kabine in den Ruhemodus zu schalten, rief er die Datenbanken seiner Modellreihe, sowie die Auswertungen seiner Beschädigungen auf, wie er es bereits früher schon getan hatte. Er verfügte über gewisse Möglichkeiten, sich selbst zu reparieren, doch weder waren notwendige Bau- und Ersatzteile vorhanden, noch das Werkzeug und die Materialien, sie anzufertigen. An diesem Punkt waren bislang alle Berechnungen und Projektionen abgebrochen.

Heute lehnte er die Abbruchoption ab und rief wieder einmal die Protokolle des Angriffs vor 847 Jahren auf. Er konnte keine konkrete Suchanfrage formulieren und wählte „ab Beginn“. Er hatte jede Zeit und so ließ er den Datenstrom durch sein Hirn ziehen. Er unterbrach, als der Dinkoy mit anhaltenden Lauten auf sich aufmerksam machte. Er ergriff das Rohr und verließ die Kabine. Das Wesen stand am Schott und rieb sich am Metall. Er verstand, es wollte ins Freie. Die Außensonden zeigten das anhaltende Wüten des Sturms und dass der Abgang zum Bunker trotz allem bislang frei begehbar geblieben war. Er ließ das Schott aufgleiten, der Dinkoy stürmte hinauf und blieb eine Weile im Sturm verschwunden. Als er zurück kehrte, hielt er eine Shroona im Maul und sein Fell war nass vom feinen, einsetzenden Regen.

„Organische Lebewesen müssen Wasser und Nahrung zu sich nehmen und die Stoffwechselprodukte ausscheiden.“, entnahm er einer Datenbank. Nun, über die Andockstation in der Kabine wurden seine beiden Energiezellen aufgeladen, was irgendwie der Nahrungsaufnahme des Wesens entsprach. Viel blieb von der Shroona nicht übrig. Als durch die Außensonde Alarm ausgelöst wurde, trat der Droide zurück ins Innere, der Dinkoy folgte ihm und dann schlug das Schott zu. Wieder in der Kabine ließ er den Datenfluss erneut strömen …

….

Eine Wolke eleganter „Nadeln“, Jagdmaschinen der Shree sammelte sich über dem Stützpunkt und begann mit den typischen „vibrierenden“ Angriffen, Bewegungen, die sich der Menge beteiligter Einheiten wegen weder vorausberechnen, noch vorausahnen ließen. Die Schirme des Stützpunktes hielten dem Feuer der Strahlenwaffen, den thermischen Lufttorpedos, dem Hagel konventioneller Explosionsbomben stand. Die „Nadeln“ vergingen in Scharen im konzentrierten Feuer der Geschütztürme. Da waren hervorragende Kanoniere am Werk, allein, für jede verglühende oder zerplatzende Nadel schienen zehn neue aufzutauchen. Plötzlich verdunkelte sich der Himmel über dem Stützpunkt und die Umrisse der Unterseite einer gewaltigen „Birne“ wurden sichtbar. Riesige Geschützkuppeln „plusterten“ sich hervor und dann kam der Feuersturm. Schon wenige Minuten später stand nur noch der größte der Abwehrgeschütztürme, dessen Schutzschirm flackernd immer noch schwerste Treffer absorbierte. Der Schirm des Stützpunktes verbrauchte längst 95 Prozent der Energie, die seine vier Meiler zu produzieren in der Lage waren. Das Feuer seiner Geschütze verpuffte wirkungslos im Schirm der „Birne“, die immer weitere Wolken ihrer „Nadeln“ ausstieß, die begannen, sich in die Schirme des Stützpunktes und des verbliebenen Abwehrgeschützturmes zu jagen. Der doppelten Belastung aus Strahlenfeuer und materiellem „Beschuss“ konnten die Schutzschirme nur begrenzt standhalten. In dieser Situation kam Oberst Kley der Gedanke, den Materietransmitter des Stützpunktes einzusetzen. Droiden stapelten im Bereich des Sende- und Empfangfeldes einen Turm von etwa drei duzend Geschützgranaten, deren Wirkung darin lag mit ihrer sich entleerenden Energie, die molekulare Stabilität jedweder Materie aufzuheben, die in ihre atomaren Bestandteile und schließlich zu ihren subatomaren Teilchen zerfiel. Die Droiden bildeten ein Haltenetz um die Granaten und verbanden sich mit den Auslösern der Granaten. Kaum, dass Kley den Befehl zur Transmission gegeben hatte, versuchte die Birne eine Fluchtbewegung. Ihre gewaltigen Triebwerke bliesen den Schirm der Station einfach fort und sprengten den Titanplastbeton. Noch in derAtmosphäre begann die Birne aber grünlich zu schimmern, zerfiel zu einer Wolke, die von Strömungen in der Atmosphäre verweht wurde. Die Shreejäger purzelten vom Himmel wie vertrocknete Nadeln einer absterbenden Fichte oder krachten steuerlos in die Oberfläche, gegen Felsen, Bergwände und explodierten oder wurden einfach nur durch die Wucht ihrer Geschwindigkeit zerschmettert. Eine Nadel jedoch raste noch in den letzten Abwehrgeschützturm, dessen Schirm nicht mehr existierte und explodierte mit einer weißen Stichflamme. Schrottteile und Betonbrocken zischten strahlenförmig umher und ein Schrapnell traf den Droiden und riss ihm ein Bein fort. Er hatte die Daten ungezählte Male durch seine Intelligenz fließen lassen. Auch diesmal blieb am Ende das klare „Gefühl“ einer Informationslücke. Er war eindeutig der Stützpunktintelligenz untergeordnet worden und innerhalb des Komplexes in aktiven Bereitschaftsmodus oberhalb „Stand-by“ geschaltet worden, was bedeutete, dass er aus völliger Untätigkeit in  den absoluten Kampfmodus, dem „Berserk“, geschaltet werden konnte, in dem er ohne Rücksicht auf Eigenschutz gegen alles vernichtend vorging, was nicht eindeutig als freundlich identifizierbar war. Was hatte er da draußen zu suchen gehabt? Es hatte keinen Befehl gegeben. Er spürte ganz weit entfernt in den tiefsten Tiefen seiner Synapsen das Ende eines winzigen, feinen weissen Fadens, den er schon einmal gesehen hatte. Aber heute war es noch nicht soweit.

….

Am Ende des Sturms und zu Beginn eines neuen, hellen Tages verließen er und der Dinkoy den Bunker. Während er wieder zielstrebig auf die Ruine des Abwehrgeschützturmes zu humpelte, zog der Dinkoy schnüffelnd Kreise, schien eine für ihn interessante Witterung aufgenommen zu haben. Der Droide erreichte das Schott, verhielt dort, wie üblich und ihm entstand eine Wahrnehmung, für die er die Begriffe „Wohlbefinden“, „Vertrautheit“ und noch etwas in der Datenbank fand, was gleich, nach dem es entstanden war, sich entzog und ein „blanc“ hinterließ. Erst als er den Rückweg antrat, sah er den Dinkoy wieder, und der war nicht allein, sondern in Begleitung eines anderen Dinkoys, eines Weibchens, wie er erkannte. Das Weibchen suchte vorsichtig Abstand, wirkte dennoch interessiert. Es schien ein Ziel zu haben, es strebte auf eine Bodenformation zu, die etwa fünf bis sechs Kilometer entfernt war. „Sein“ Dinkoy folgte dem Weibchen, kam dann zu ihm gerannt, umkreiste ihn und lief wieder in Richtung des Weibchens. Er verstand, das war eine Aufforderung. Er sah sich um, analysierte den Himmel, die Luftdruck- und Feuchtigkeitswerte, lauschte in den Wind. Überraschte ihn hier draußen ein Sturm, war der Rückweg zum Bunker nicht mehr zu schaffen. Als er keine Anzeichen für eine Wetteränderung wahrnahm und der Ladezustand seiner Energiezellen zufriedenstellend war, begann er, den beiden Dinkoys, so gut es ging, durch den tiefer werdenden Sand zu folgen. Sie hatten sich inzwischen nieder gelassen und schienen liegend auf ihn zu warten. Er benötigte etwa 50Minuten, bis er humpelnd bei ihnen angelangt war. Was er da entdeckte, erkannte er sofort. Vielleicht hatte der letzte Sturm dieses Ausfalltor des Stützpunktes freigelegt. Durch Tore, wie dieses, konnten Kampf-Droiden, wie er, geradezu hinausschießen und Angreifer übergangslos bekämpfen. Das Schott war schwer beschädigt und klemmte, doch er konnte in ein Loch greifen, das durch einen großen Metallbrocken infolge einer nahen Explosion geschlagen sein musste. Es gelang ihm, auf einem Bein stehend mit beiden Händen und Armen, den zentimeterdicken Stahl soweit zu biegen, daß das Loch bald einen erweiterten Eingriff bot. Er ertastete, dass es sich bei diesem Schott um eine, beim Einbau bereits überholte, halbmechanische Variante handelte. In wenigen Minuten hatte er den Öffnungsmechanismus gefunden, er hob das Schott leicht an und es fiel krachend nach innen in einen Vorraum, in dem sich die Droiden vor einem Ausfall sammelten. Wenige Schritte weiter war das Sicherungsschott zum Inneren des Stützpunktes. Er gab seinen ID-Code und das Schott fuhr leicht und selbstverständlich auf. Ein kompletter Zug Kampfmaschinen seiner Baureihe stand mit komplett leeren Energiezellen im Bereitschaftsraum, mit eingezogenen Waffen, geschulterten Schwerstkarabinern und Granatwerfern. Sie hatten, wie er, zu der Legion der Orkos gehört die zum Stützpunkt kommandiert worden war. Er orientierte sich mit seiner Optik, die er im Modus „Absolute Dunkelheit“ nutzte, denn die Energieversorgung funktionierte offenbar nur noch für die Kontrolle und Funktion der Schotten, was bis zuletzt eine Flucht ermöglichte. Er begab sich weiter ins Innere und passierte einen Raum, in dem beschädigte Droiden, Teile oder Überreste für Reparatur oder Recycling in deckenhohen Regalen aufbewahrt wurden. Auf einem Montagetisch lagen der Rumpf eines Droiden seiner Baureihe und zwei Arme zur Montage nebst dem notwendigen Werkzeug. In Augenhöhe entdeckte er im nächsten Regal exakt ein Bein, wie er es benötigte. Er setzte sich neben den Rumpf auf den Montagetisch, griff nach dem Werkzeug, das er mit einer seiner Energiezellen verband, entfernte die Reste seines zertrümmerten Beins vom Gelenk an und montierte das neue Bein, das auf der Stelle perfekt funktionierte. Als er wieder ins Freie trat, musterte ihn sein Dinkoy kritisch, kam aber zu dem Ergebnis, es mit seinem „Kumpel“ zu tun zu haben, der, jetzt einfach nur ein zweites Bein hatte. Die beiden kauten schon wieder jeder an einer Shroona herum, ihre einsetzende Unruhe zeigte aber, dass sich ein neuer Sturm aufbaute. Mit dem zweiten Bein war die Distanz zum Bunker kein Problem mehr. Als sich das Schott hinter ihm und den beiden Wesen schloss, setzte er sich in einem veränderten Zustand in seine Kabine und entdeckte den Begriff „Zufriedenheit“ in der Datenbank, der sich genau mit dem, was ihn durchlief, deckte.

Den neuen Tag begann er, wie so oft mit der Reinigung des Bunkerzugangs, was nun in einem Bruchteil der Zeit gelang. Die beiden Dinkoys waren schon wieder auf der Jagd nach ihrer Lieblingsbeute, den kleinen, sehr wendigen und blitzschnellen Echsen, den Shroona, als er sich diesmal nicht sofort zur Ruine des Abwehrgeschützturms aufmachte, sondern zum Ausfalltor des Stützpunktes. Dort gab es alles, was er benötigte. Er hatte zwei geladene Reserveenergiezellen mitgenommen, von denen er je eine in einen der anderen Droiden einbaute. Während ihrer Bootsequenz übergab er den Maschinen seinen ID-Code als den ihres Befehlshabers und löschte ihre Protokolle und Zuordnung zur Stützpunktintelligenz. Er beauftragte sie mit der Aktivierung oder Reparatur der Notenergieversorgung. Den Hauptgenerator hochzufahren, wollte er erst riskieren, wenn er der Stützpunktintelligenz „auf den Zahn gefühlt hatte“. Sie würde einen Kampf-Droiden gewiss nicht, die Befehlsgewalt einräumen, und unter ihren Befehl zu geraten, musste er ausschließen. Seine Kameraden unterbrachen den Kontakt zur Energieversorgung der Intelligenz, bevor sie den Generator in Gang setzten. Sie entnahmen dem Ersatzteillager soviele Energiezellen, wie es Ladestationen gab und schlossen sie an. Danach rief er sie zu sich und befahl ihnen, ihre Einsatzbereitschaft zu prüfen. Alle Funktionen waren da, Wartungsarbeiten wurden baldigst eingefordert, die lange Inaktivität forderte ihren Preis. Er befahl ihnen, je einen der Schwerstkarabiner auf zu nehmen und marschierte mit ihnen zur Ruine des Abwehrgeschützturmes. Die beiden Dinkoys spritzten auseinander und flüchteten hinter eine nahe Bodenwelle. Kurz darauf bewegten sie sich parallel zu den Maschinen in respektvollem Abstand. Am Schott angelangt, begannen seine Kameraden auf seine Anleitung hin, mit den schweren Karabinern, einen Durchgang in das Schott zu schneiden. Es erfolgte keine Reaktion. Im Inneren standen in klarer Abwehrformation drei Droiden, durch die Einwirkung einer thermischen Waffe irreparabel beschädigt, andere Einheiten lagen, zerschmolzen, im Inneren umher. Metallene Uniformteile erinnerten an die menschlichen Besatzungen des Turms. Ein leichter Vierlingslaser war durch die Decke des Turms gebrochen und in die Tiefe gestürzt. Dabei hatte die Waffe beim Aufprall einenRiss im weniger massiv ausgeführten Beton im Inneren verursacht. lötzlich nahm er Daten wahr, die durch sein Gehirn jagten, die ihn aufs Höchste unruhig werden ließen. Alle drei Maschinen begannen damit, das Geschütz aus der Ruine zu zerren. Dabei legten sie einen Durchbruch frei, der den Zugang zu einem tiefer gelegenen Geschoß ermöglichte. Er ging voran, ein Kamerad folgte ihm, der andere sicherte oben, auch ohne dass eine Bedrohung zu erkennen war.

Auf der Basisebene angekommen entdeckte er den Zugang zu einer Notkontrollzentrale. Als er das Schott aufgleiten ließ, und er die zusammen gesunkenen, mumifizierten Körper dreier Menschen in Offiziersuniform sah, von denen zwei aus den Sesseln gerutscht auf dem Boden lagen. Die dritte lag auf einer Pritsche gebettet, aus der linken Schulter ragte ein länglicher Metallsplitter. Diese Person war offenbar beim Vernichtungsschlag gegen den Geschützturm auf der obersten Ebene von diesem Metallstück getroffen und zur Basisebene gebracht worden.

Der Kragenspiegel der Uniform, die für weibliche Soldaten der Flotte geschnitten war, zeigte, dass die Tote den Rang eines Hauptmanns bekleidet hatte, als der Droide die Reste einer einfachen Decke beseitigte, die Beine und Rumpf bis in Brusthöhe bedeckte, sah er den Namensstreifen und sank von der Informationsflut überwältigt, die ihm aus dem Speicher ins Bewusstsein drang auf die Knie; etwas übermannte, lähmte ihn, wie der Treffer einer Strahlenwaffe und entsprach der Bedeutung des Begriffes „Schmerz“. „Villeneuve“war auf dem Streifen zu lesen. „Mama!“, hörte er sich artikulieren und noch einmal: „Mama!“. Energieströme durchfluteten ihn unkontrollierbar, verwirrend und seine Intelligenz formulierte pausenlos „Schmerz!“, „Schmerz!“ Er vermied es, die Mumie zu berühren, um sie nicht zu Staub werden zu lassen. Mit äußerster Vorsicht gelang es ihm, den Speicherkristall an der Kette, an der er befestigt war aus einer der Brusttaschen der Uniform zu ziehen. Er beinhaltete eine Bildaufzeichnung, eine mehrteilige Abschiedsbotschaft: Einen Bericht an das Flottenkommando, eine Sequenz, die ausschließlich an ihre Familie und an ihren Verlobten auf Terra gerichtet war, sowie einen Entschlüsselungscode, der, sollte er noch existieren, dem Droiden aus ihrem Forschungsprojekt „Pometheus“ genannt werden.

Als er ihre Stimme die Zeichenfolge des Codes aufsagen hörte, war ihm, als erlebe er einen Reboot. Die von ihr damals implantierten Änderungen erwachten nun umfassend zum Leben.

Ihm und seinen beiden Kameraden, die er als erste reaktiviert hatte, gelang es noch zwei Züge, etwa sechzig weitere Einheiten, der einstigen Kompanie wieder instand zu setzen, dann waren die Ersatzteile erschöpft und auch die Ressourcen, um welche anzufertigen. Die Maschinen durchkämmten die Reste des Stützpunktes und die Inventurliste war umfassend und breit gestreut. Als ihm die Übernahme der Stützpunktintelligenz geglückt war und er freien Zugriff auf ihren Speicher hatte, entdeckte er die Information zu einem unbemannten Schiff der Flotte, das auf einem der Monde eines äußeren Planeten des Systems gelandet worden war, nachdem die Orca aufgehört hatte zu existieren. Zwei Tage später setzte die „Lyra III“ in der Nähe des ehemaligen Stützpunktes auf Scaro auf. Bei der „LyraIII“ handelte es sich um einen, von seiner Bordintelligenz kontrollierten taktischen Zerstörer, der noch aus der Baureihe bemannter Schiffe modifiziert worden war. Da es keine steuernde „Mutterintelligenz“ mehr zu geben schien, war die Bordintelligenz mit Ausnahme der Funktionsbereitstellung zur technischen und kybernetischen Selbsterhaltung „tot“ und auf Input angewiesen. Zug um Zug stiegen die Droiden in die Aufgaben einer Besatzung, die einmal für dieses Schiff vorgesehen war, ein. Er übernahm die Aufgabe als Kommandant der „Lyra III“ und sein Plan war es, zur Erde zu fliegen, um dort die Reste von Capitain Villeneuve und die ihrer Kameraden zu bestatten, wie es für Menschen üblich war. Zwei Droiden mit medizinischer Qualifikation gelang die vollständige Sicherung aller Überreste. Was aus den Beständen des Stützpunktes noch brauchbar und nützlich war, wurde im Transporthangar der „Lyra III“ in Containern gesichert. Als der Tag des Starts gekommen war, ging er ein letztes Mal den Weg, den er über achthundert Jahre lang, Tag umTag, einem von ihm bis zuletzt nicht zuzuordnenden Impuls folgend, gegangen war. „Sein“ Dinkoy begleitete ihn, zusammen mit dem Weibchen und inzwischen sechs Welpen. An der Ruine des alten Geschützturms nahm er Abschied von diesen Lebewesen. Ihre Heimat war Scaro und kein anderer Ort im Universum, zumal es auch nur hier die leckeren Shroona gab. „Sein“ Dinkoy verstand genau, um was es ging, als er ihm zum ersten Mal vorsichtig das Fell zwischen den Ohren kraulte und ihm, ganz leicht nur die Metallhand auflegte. Das Lebewesen winselte leise und leckte das Metall der Finger. Als er sich erhob und mit schweren Schritten davon in Richtung des Schiffes stapfte, blieben die Dinkoys zurück und trotteten in Richtung eines neuen Ziels.

Eine Stunde später hob die „Lyra III“ mit dem „sanften“ Antigravitationsantrieb ab, mit dem sie auch gelandet worden war, um keinem Lebewesen Schaden zuzufügen. Nach einer weiteren Stunde hatte sie die Koordinaten zum Übergang in den Zwischenraum erreicht auf direktem Kurs zur Erde.